Wie wichtig sind Ihre Angehörigen – eine SKOPOS Umfrage

Angehörige unterstützen und sind wichtiger Rückhalt

Der Alltag mit Multiple Sklerose stellt viele Patienten vor Herausforderungen. Dazu gehören Arztbesuche, die regelmäßige Medikamenteneinnahme, für Berufstätige der Arbeitsalltag, aber auch die Hausarbeit und die Freizeitgestaltung. Wie wichtig dabei der Rückhalt durch Angehörige, Freunde, Kollegen und Arbeitgeber im Leben mit dieser Erkrankung ist, zeigen die Ergebnisse einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Skopos*.

So gaben 84 Prozent der befragten MS-Patienten an, dass für sie im Alltag die Unterstützung durch Familie und Partner sehr wichtig oder wichtig ist. Darüber hinaus sagten 80 Prozent, dass ihre Angehörigen eine emotionale Stütze für sie sind. 65 Prozent der Befragten stellten die Bedeutung des Rückhalts durch Freunde und Kollegen heraus.

Die Umfrage zeigt die bedeutende Rolle der Angehörigen im Alltag von Patienten mit Multipler Sklerose.

Motivieren und helfen

Angehörige unterstützen MS-Patienten auf vielfältige Weise: indem sie Gespräche führen, im Alltag motivieren, bei der Erledigung des Haushalts helfen, aber auch bei handwerklichen Aufgaben oder wenn Einkäufe zu machen sind. Da Multiple Sklerose je nach Krankheitsverlauf das Seh- und Gehvermögen beeinträchtigen kann, sind solche Tätigkeiten für viele MS-Patienten nur noch eingeschränkt möglich.

Doch nicht alle Erkrankten/Betroffenen erfahren umfassende Hilfe. In der Umfrage waren mehr als die Hälfte der MS-Patienten nach wie vor berufstätig. 50 Prozent von ihnen wünschen sich dabei mehr Unterstützung durch ihren Arbeitgeber, zum Beispiel bei der Gestaltung von Arbeitsabläufen.

Patienten möchten mehr Normalität

Vielen MS-Patienten fällt es dabei schwer, angebotene Hilfe im Alltag anzunehmen. Sie befürchten, andere zu stark zu belasten. Das gab etwa die Hälfte der Befragten in der Skopos-Umfrage an. 35 Prozent haben sogar das Gefühl, dass ihr Familienleben leidet. 39 Prozent sehen ihre Freundschaften belastet und 42 Prozent führen an, dass sie sich übervorsichtig behandelt fühlen. Sie wünschen sich im Grunde mehr Normalität im Familienleben und in Freundschaften.

Bevölkerung besser informieren

Eine große Hürde sehen die befragten Patienten darin, dass die Bevölkerung zu wenig über MS weiß. Das gaben 72 Prozent der MS-Patienten in der Skopos-Umfrage an. Sie finden es wichtig bzw. sehr wichtig, dass MS in der Öffentlichkeit mehr thematisiert wird. Konkret wünschen sich mehr als 60 Prozent ausführlichere Informationen über den Krankheitsverlauf und Symptome.


* Im Auftrag der Genzyme GmbH befragte das Meinungsforschungsinstitut Skopos 200 Patienten mit Multipler Sklerose nach der Rolle ihrer Angehörigen im Umgang mit der Erkrankung. Erhebungszeitraum: März 2013.